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Dienstag, 9. Dezember 2014

"Vom YouTube-Star zum Millionär" - eine Online-Erfolgsgeschichte

In der vergangenen Digital Marketing –Vorlesung, bekamen wir von +Bruno Bucher einen Input zum Thema „YouTube: Was sagen Klicks über den Erfolg aus“ anhand des Beispiels der amerikanischen Coverband +PomplamooseMusic über.

Die Band verzeichnet auf ihrem YouTube-Channel „PomplamooseMusic“ Millionen von Klicks und unzählige begeisterte Kommentare ihrer Fans.
Aufgrund dessen, beschlossen die beiden Musiker in diesem Jahr eine 28-tätige Tour durch Amerika zu starten, auf welcher sie insgesamt 24 Auftritte in 23 Städten durchführte.
Sie füllten die Konzerthallen, begeisterten die Massen und sprechen von unvergesslichen Erlebnissen. Doch was schaute finanziell dabei heraus?
Die Ausgaben für Produktion, Unterkünfte & Verpflegung, Fahrspesen, Versicherungen, Löhne, Marketing und Gebühren summierten sich auf $ 147'802.- und überstiegen die Einnahmen aus Ticket- und Merchandiseverkauf über $ 135'983 um $ 11’819.-. (Auszug aus Jack Conto, medium.com, 2014)

Uns nahm es nun Wunder, ob es nicht einen „YouTube-Star“ gibt, der es durch seine Low-Production-Videos auf die grossen Showbühnen und somit zum einem echten Superstar geschafft. Nach zeitintensiver Suche sind wir auf einen Künstler gestossen, der genau diesen Weg gegangen ist. Ihr Name: +Lindsey Stirling.
Abb. 1:  Die amerikanische Violistin Lindsay Stirling auf Erfolgskurs (Quelle: Universal Music dpa)
Die 27-jährige amerikanische Violistin schaffte den Durchbruch vom Online- zum Weltstar.
Anfangs produzierte sie ihre YouTube-Videos selber. Zwar immer mit professionellem Equipment und der dazugehörigen Nachbearbeitung, aber nie mit dem Support eines grossen Musiklabels. Schnell realisierte sie auf ihrem eigenen YouTube-Channel „LindseyStirling“ über fünf Millionen Abonnenten. Ihr aktuelles Video zum Song „Shatter Me“ wurde bereits über 21'000'000 (!) Mal angesehen. (Augsburger Allgemeine, 2013)

Quelle: YouTube.com, Lindsey Stirling "Shatter Me", 2014. Online: https://www.youtube.com/watch?v=49tpIMDy9BE#t=70 (09.12.2014)

Nach +Prof. Hendrik Speck, einem Professor für digitale Medien an der Fachhochschule Kaiserslautern, hat Musik, welche im Massenmarkt aus wirtschftlichen Gründen nicht angeboten wird, auf Youtube eine reale Chance. (H. Speck in Augsburger Allgemeine, 2013)
Für viele Künstler bleibt es jedoch schwierig abzuschätzen, ob sie mit ihren Auftritt auf der Videoplattform „YouTube“ auch nachhaltig Geldverdienen können. H. Speck gab der +Augsburger Allgemeine weiter zur Auskunft, dass ein Künstler nur dann langfristig Erfolg hat, wenn er es schafft eine Community aufzubauen um sich später unter dem Titel eines „YouTube-Star“ als Marke zu etablieren. Nach Prof. H. Speck kommt YouTube hier aber an seine Grenzen und eine Künstler-Website mit Möglichkeiten zum direkten Musik-Download und einem Online-Shop für Merchandise werden zum „must-have“. (H. Speck in Augsburger Allgemeine, 2013)

Doch was braucht es, damit man als Künstler auf einer Erfolgswelle reiten kann und nicht nach dem ersten Hit direkt auf dem harten Boden der Realität landet?
Wichtig ist, dass der Musiker seine Fans emotional an sich bindet und diese sich mit ihm identifizieren können. Weiter ist es unabdingbar mit anderen Sängerinnen und Sänger zusammenzuarbeiten. Ein Featuring oder ein Auftritt in einem Video können hier wahre Wunder bewirken. Vor allem dann, wenn sich die Künstler untereinander verlinken. So können sie ihre Fanbase gemeinsam anwachsen lassen und neue Zielgruppen für ihre Musik ansprechen.
Auch +Lindsey Stirling setzt auf diese Massnahmen. Viele ihrer Songs entstanden in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern - auch der bereits genannte neue Song „Shatter Me“ entstand auf diese Weise. Bei ihr findet man aber auch viele eigene Kompositionen sowie Titellieder zu bekannten Computerspielen wie Assassin’s Creed. (Augsburger Allgemeine, 2013)

Aktuell befindet sich Lindsay Stirling wieder auf Tour durch Amerika und wird im Juli 2015 sogar drei Konzerte in Deutschland geben. (Lindsey Stirling, 2014)

Wir sind gespannt, wie sich diese Geschichte weiterentwickeln wird und denken, dass +Lindsey Stirling der Durchbruch ins internationale Musikbusiness gelungen ist.

Kennt ihr noch andere „YouTube-Stars“, die den Durchbruch auf die grosse Bühne geschafft haben? Wenn ja, ein Kommentar eurerseits würde uns freuen!

Für euch,
die BlogSpotters +Lars Patrick Kolb und +Lorenz Käsermann

Quellen:
Augsburger Allgemeine, Nachrichten Digital „Musik“, Lindsey Stirling: Von Youtube auf die große Bühne, 2013. Online: http://www.augsburger-allgemeine.de/digital/Lindsey-Stirling-Von-Youtube-auf-die-grosse-Buehne-id25540046.html (09.12.2014)
Jack Conte auf medium.com, Pomplamoose 2014 Tour Profits, 2014. Online: https://medium.com/@jackconte/pomplamoose-2014-tour-profits-67435851ba37 (09.12.2014)
Lindsey Stirling, Tour, 2014. Online: http://www.lindseystirling.com/tour/ (09.12.2014)

Freitag, 5. Dezember 2014

Social CRM: Das CRM im Web 2.0

Das Social CRM ist eine Erweiterung vom traditionellen CRM in Form von Prozessen, Strategie und die Kanäle der sozialen Medien. Soziale Medien verändern die Erwartungen und das Verhalten der Kunden und die Unternehmungen können mit ihnen in einen konstruktiven Dialog treten. Diese Interaktionsmöglichkeit bedeutet dabei einen klaren Wettbewerbsvorteil. Diesem wichtigen Themengebiet widmet auch +Bruno Bucher in seinem iBook ein eigenes Kapitel.
Abb. 1: The Evolution of Social CRM (Quelle: google.com)
Empfehlenswerte Ratschläge, wie und wofür zu einer erfolgreichen Nutzung von sCRM:
1. Einbindung der Community
Das Social CRM spricht nicht nur Kunden an, sondern fasst zwei Personengruppen zusammen. Nebst den bestehenden Unternehmenskunden sind dies auch Personen, bei welchen gemeinsame Interessen im Vordergrund stehen. Ziel muss sein, die Community als Teil des Wertschöpfungsprozesses der Unternehung einzubinden. Dies wird durch einen regen Austausch zwischen der Community und der Unternehmung erreicht. Nicht fehlen dürfen dabei Zuhören, Analysieren, Engagement und Weiterentwicklung welche den konstanten Kreislauf ergänzen.

2. Der Aufbau einer Loyalität zur Marke durch den Kunden
Soziale Netzwerke können Unternehmen dazu dienen, die Loyalität der Kunden zur eigenen Marke zu erweitern. Ein gutes Beispiel hierfür ist Honda. Sie erstellten zuerst eine Website für ihr neues Modell CR-Z wobei für weitere Informationen sich die User registrieren mussten. Somit gelang das Unternehmen direkt zu den interessanten Personalinformationen. Weiter förderte Honda die Aktivierung der Nutzer durch einen Gewinnspiel. Durch die verscheidenen Massnahmen gelang es Honda die Bekanntheit des neuen Modells schon früh zu steigern. Ein weiterer Weg zur Kundenbindung wird hier vorgestellt.

3. Produktentwicklung durch die Community
Durch den näheren Kontakt zwischen Unternehmen und Konsument, können bestehende Angebote gezielter auf die Zielgruppe angepasst, weiterentwickelt oder neue Dienstleistungen entwickelt werden. Kommentare aus den sozialen Netzwerken können Unternehmungen zu neuer Ideenentwicklung dienen, wobei die Integration der Nutzer in eine Produktentwicklung diverse weitere positive Nebeneffekte erzielen können. User beteiligen sich gerne an Produktentwicklungen – das belegt auch eine Studie.

4. Die Bedürfnisse der Konsumenten besser erkennen
Durch den Willen, Produkte vor dem Kaufentscheid vergleichen zu wollen um das bestmögliche Angebot zu finden, suchen Nutzer von sozialen Netzwerken vielmals nach unabhängigen Meinungen. Dabei sind diese auch bereit mit Gleichgesinnten eigene Erkenntnisse zu teilen oder Empfehlungen abzugeben. Kunden lassen sich auch durch verschiedene Kommentare respektive Bewertungen beeinflussen. Die Wichtigkeit der Kommentare liegt besonders im Empfinden einer Unabhängigkeit. Echte Empfehlungen gelten als glaubwürdig.

5. Interaktion und Transparenz
Während sich in der Vergangenheit die Konsumenten auf die Aussagen in den Werbungen oder Mund zu Mund Propaganda verlassen mussten, haben diese heute eine Vielzahl an verschiedenen Informationsmöglichkeiten bezüglich ein und dem selben Produkt.
Unternehmen müssen soziale Medien in ihrer Kultur integrieren, um die Unternehmung und ihre geführten Produkte transparenter und humaner zeigen zu können. Eine solche Integration fördert die Kommunikation mit möglichen zukünftigen Kaufinteressenten. 

6. Erweiterung der Reichweite
Social Medias können in einer kurzen Zeitspanne eine hohe Zahl an Usern erreichen.
Ist es einem möglich diese Eigenschaft nutzen zu können, so kann man seine Kampagnen mit relativ geringem finanziellen wie auch personellem Aufwand sehr weit verstreuen.

7. Online Monitoring
Durch die hohe Anzahl an Möglichkeiten im Internet einen Artikel über ein Unternehmen zu verbreiten, ist es von hoher Bedeutung zu wissen welches die Bedürfnisse der Kunden sind und wie diese über die eigenen Produkte denken.

Durch ein sogenanntes Social Media-Monitoring-System können Unternehmen heute die Aktivitäten im Internet überwachen und nach Beiträgen über ihre Produkte suchen. Hier findet ihr mögliche Zielsetzungen des online Monitoring für das Online-Reputation-Management.

Wie und wozu ist euch Social CRM begegnet? Eure Meinung nimmt uns Wunder!

Für euch,
die BlogSpotters +Lars Patrick Kolb & +Lorenz Käsermann 

Quelle: xeit.ch entnommen von: Wissenschaftliche BWL Arbeit „Welche Schlüsselfaktoren muss ein Social Customer Relationship Management (Social CRM) aufweisen, damit viele Interaktionen mit der Community entstehen?“ von Andreas Fux.